KulTour e.V. Jena

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Rahmendarstellung

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Gottlob Frege
Jena
und die Geburt der modernen Logik


Altersbild

Gottlob Frege
(1848-1925)

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Diese Homepage ist Gottlob Frege gewidmet, der als Begründer der modernen Logik in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen ist. Trotz der großen Bedeutung der modernen Logik für die Kultur des 20. Jahrhunderts blieb Frege im öffentlichen Bewußtsein nahezu völlig unbekannt. Aber selbst unter Philosophen, Mathematikern, Linguisten, unter denen heute die überragende Bedeutung Freges allgemein anerkannt ist, bleibt die Person Freges und ihre Verwurzelung in kulturellen Umfeld der Thüringer Universitätsstadt Jena weitgehend im Dunkeln.

Person, Werk und Wirkungsort Freges vorzustellen,
ist das mit dieser Homepage verfolgte Anliegen.


Übersicht


Jena ist nicht nur im Bewußtsein der Jenenser ein Ort mit bedeutenden kulturellen Traditionen von Weltgeltung. Als Beleg dafür wird im allgemeinen auf literarische und philosophische Traditionen verwiesen, auf das Wirken Goethes und Schillers, auf Jena als Zentrum der Frühromantik und der Philosophie des klassischen deutschen Idealismus, dokumentiert durch die in Jena geschaffenen Werke solch bedeutender Persönlichkeiten der europäischen Geistesgeschichte wie Fichte, Schelling, Hegel, Hölderlin, die Gebrüder Humboldt, die Gebrüder Schlegel, Novalis, Tieck, Brentano, wobei diese Aufzählung längst nicht vollständig ist.

Weniger Beachtung findet, daß Jena durch das nahezu fünfzigjährige Wirken Gottlob Freges an der Jenaer Universität, von Beginn seines Studiums im Jahre 1869 an bis hin zur Emeritierung 1918, untrennbar mit der Entstehung der modernen Logik verbunden ist, die auf die Wissenschafts- und Technologieentwicklung des 20. Jahrhunderts einen nachhaltigen Einfluß ausgeübt hat.
Gottlob Frege hat das erste vollständige System der Aussagen- und Prädikatenlogik auf einer ganz neuen logischen Basis, seiner Begriffsschrift, aufgebaut. Gottlob Frege wurde damit zum Begründer der modernen Logik. Frege baut die Logik als eigenständige Disziplin auf, die zwar zwischen Mathematik und Philosophie steht, weder Teil der Mathematik noch Teil der Philosophie ist und zu einem wichtigen Analysemittel sowohl für die Mathematik als auch für die Philosophie und andere Wissenschaften wird.

Die überragende Bedeutung Freges für die Herausbildung der modernen Logik, der logischen Semantik und der analytischen Philosophie ist international unbestritten und hoch geachtet. Nicht nur für Alonzo Church ist Frege der größte Logiker der Neuzeit. Franz von Kutschera faßt seine Hochachtung vor der wissenschaftlichen Leistung Freges in die Worte:

Gottlob Frege gilt heute zu Recht als die zentrale Figur unter denen, die zur Begründung der modernen Logik beigetragen haben, und es ist auch nicht übertrieben, wenn man ihn oft als den bedeutendsten Logiker nach Aristoteles bezeichnet.

Und unzweifelhaft ist Heinrich Scholz zuzustimmen, für den feststeht:

Das größte Genie der neueren Logik im 19. Jahrhundert ist aber unstreitig der deutsche Mathematiker Gottlob Frege.

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Inhaltsübersicht


Einführung
Lebensdaten

Freges Wirkungsort: Jena

Jena bis Mitte des 19. Jh.
Die Kuratoren der Universität

Jena in der zweiten Hälfte des 19. Jh.
Jena auf dem Weg zur Industriestadt
Carl Zeiß und Ernst Abbe
Der Aufbau der wissenschaftlich fundierten optischen Produktion

Abbes Stiftungswerk
Der Ministerialfonds für wissenschaftliche Zwecke
Die Carl-Zeiss-Stiftung

Freges Wohnhaus

Freges Wohnhaus
Forstweg 29


Ernst Abbe
Ernst Abbe

Gottlob Frege im Jenenser Umfeld
Freges akademischer Weg in Jena
Ernst Abbe und Gottlob Frege

Die Begründung der modernen Logik durch Frege
Geschichte der Logik vor Frege
Das Programm: Logische Grundlegung der Mathematik
Die Leistung: Freges Logik
Die Aufnahme des Fregeschen Werkes

Bibliographie der Schriften Freges



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Links zur inneren Außenwelt

Frege-Homepage der Stanford University

Gottlob Frege in Wikipedia



Kontakt zum Autor

Impressum:
Werner Stelzner, Institut für Philosophie, Universität Bremen
Postfach 330440, 28334 Bremen, GERMANY

(Letzte Aktualisierung 22. 02. 2010)