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22:00, Schlafenszeit
Es ist zweiundzwanzig Uhr und ich gehe ins Bett. Vielleicht
scheint es früh zu sein, aber für mich ist es
gewöhnlich meine Schlafenszeit. Meine Großeltern sind
Bauern; auf einem Bauernhof muß man um fünf Uhr aufwachen.
Meine Schwester und ich haben oft bei meinen Großeltern
gewohnt, besonders während wir in der Grundschule waren.
Die Schule begann um acht Uhr, aber eine Autofahrt dauerte eine
halbe Stunde von unserem Haus zur Schule. Morgens mußten
wir die tägliche Arbeit machen und manchmal Hausaufgaben
machen.
Obwohl ich seit der 5. Klasse in der Stadt gewohnt habe, meine
Sommer immer auf dem Bauernhof waren. Wir mußten noch um
fünf Uhr aufwachen, aber nach der Arbeit konnten wir zurück
ins Bett gehen. Manchmal schliefen wir (meine Schwester und ich
und unsere Cousins) auf dem Heuschober, weil er im Juli kühler
als das Haus war. Diese Nickerchen waren am besten für Träume.
Im Bild meines Zimmers gibt es meine Lieblingsding: meine Steppdecke.
Meine Oma meine Muttis Mutti hat sie gemacht, und
Oma mich auch zu nähen unterrichtete. Die Steppdecke ist
eine zusammengesetzte Steppdecke, und die Stücke sind aus
Kleidern meiner Mutti und ihren Schwester und zwei Brüder.
Ich bekam diese Steppdecke für mein siebtes Weihnachten.
Meine Oma erzählt mir immer noch die Geschichte der Stücke
der Steppdecke, obwohl ich sie schon alle kenne.
Ich schlafe mit dieser Steppdecke immer, weil sie mir gute Träume
bringt. Sie schützt mich vor den Ungeheuern und den Geistern.
Ich habe sieben Kissen; ich mache mit ihnen einen Kreis auf meinem
Bett, eine Festung, die mich (und meinen Teddybär, der Teddy
heißt im Bild liegt er auf dem Bett) schützt.
Wir (Teddy und ich) sind dann sicher, irgend etwas zu träumen.
Über meinem Bett an der Wand hängen zwei Landkarten
(tatsächlich drei, weil ich seit Dezember meinen Kalender
nicht geändert habe) und ein paar Photos. Die Photos sind
aus Indien; ich träume sehr, sehr oft von Indien und von
meinen Freunden, die ich seit drei Jahren nicht gesehen habe.
Ich habe die Landkarte, weil ich die ganze Welt sehen werde,
bevor ich sterbe. In meinen Träumen bin ich schon in viele
Länder gereist.
Es ist ziemlich nett, in meinem Bett in Ann Arbor zu schlafen,
um die Welt zu träumen. Jedoch ist es für mich die
Zeit abzufahren. Drei Jahre von Träumen macht mich ruhelos.
Ich möchte lieber wegfahren, auch wenn ich die Sicherheit
meiner Festung zürucklassen muß.
Rachael Smith
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