Dienstag, 13. November 2001

17:00 Beck Straße in Plymouth

Wie weit würde man fahren, um ein Buch zu holen? Könnte sich ein Abenteuer aus einer Buchsuche ergeben? Wegen eines Buches verlie_ der 13. November nicht wie vorgesehen. Gewöhnlicherweise verlasse ich Ann Arbor nie unter der Woche, aber jener Dienstag war anders. Mein Freund brauchte ein Buch Winter of Artifice für seine Literaturklasse. Nachdem wir jede Buchhandlung in Ann Arbor und Ypsilanti angeruft hatten, finden wir heraus, da_ die Autorin des Buches Anais Nin eine sehr populäre Frau in diesem Gebiet ist. Bei Borders in Novi befand sich die einzige Kopie des Buches. Da mein Freund die Richtungen nicht wu_te, mu_te ich Wegweiser sein. So holte ich meine Kamera, und das Abenteuer fing an.

Die Fahrt sollte nur eineinhalb Stunden dauern, aber so bald ich in das Auto stieg, wu_te ich, das würde nicht geschehen. Da mein Freund Angst vor den Schnellstra_en hat, mu_ten wir nur auf Landstra_en fahren. Ich dachte, da_ er verrückt war. Ohne Schnellstra_en mu_ten wir eine lästige Route durch zu viele Städte und über das Ackerland nehmen. Bevor wir mein Haus verlie_en, erzählte mein Freund mir, da_ das linke Vorderlicht durch Wasser ausgebrannt ist, und er keine Strafzettel wegen eines Lichtes bekommen wollte. Mit ein bi_chen Stress und ohne viel Zeit vor dem Sonnenuntergang fingen wir unsere Fahrt um 4 Uhr 30 an.

Damit wir während des Tageslicht wieder zurück kommen konnten, fuhr er über die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstra_en. Damals hatte ich nicht mein Freund die Angst. Nach einer halben Stunde waren wir noch nur halbwegs von dem Geschäft. Während die Nacht sich näherte, war das Vorderlicht jedes anderes Autos erleuchtet. Als ich vorschlug, da_ er das Licht anmachen soll, wurde er verärgert. Wie ein altes verheiratetes Paar stritten wir uns. Da ich Streit nicht gern habe, schwieg ich, und ich schaute durch das Fenster. Ich merkte Hunderte von Vögeln auf einer Hochspannungsleitung und zeigte sie meinem Freund. Dann schaute ich auf Uhr: die Zeit war eine Minute nach fünf. Sofort holte ich die Kamera und versuchte, die Vögel zu fotografieren. Man kann meine hastige Reaktion und auch die Finsternis in dem Foto sehen.

Obwohl unsere Nacht stressvoll begann, veränderte sie, so bald wir die friedliche Reihe von Vögeln sahen. Sofort danach beruhigten wir uns und erkannten, da_ wir kindisch gewesen waren, als wir stritten. Bei Borders fanden wir Anais Nin; dann kaufte ich ein neues Vorderlicht und reparierte das Auto, um mich zu entschuldigen. Eine Nacht, die als Abenteur begann, ein Streit wurde, und ein Abenteur wieder wurde, war das aufregendste und lustigeste Ereignis des Monats November--- unser Stra_enrennen gegen den Sonnenschein, um ein Buch zu kaufen. Ich mu_ die ruhigen Vögel danken, weil sie der Grund waren, warum wir den Abend weit von Ann Arbor freuten.

Fadi Musleh

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