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Es kommt zu diesen. Einmal in
der Woche, jede Woche, haben Studenten ihre Musikstunden. Ich
habe meine Klavierstunden pro Dienstag von 2.30 bis 3.30. Diese
stunden können gut, schlecht oder irgendwo dazwischen sein.
Alles verlässt sich auf den Studenten oder die Studentin.
Wieviel übt man diese Woche? Der Lehrer weiß mit nur
einer Stunde seiner Zeit, wie fleißig man gewesen ist.
In dem Studio meines Lehrers stehen zwei Klaviere. Rechts befindet
sich das Klavier, auf dem die Studenten spielen. Links steht
das Klavier für meinen Lehrer. Ich spiele; wenn nötig,
korrigiert er. Manchmal kann er von seinem Tisch auslehren. In
diesem Raum werden viele verschiedene Gefühle wach: Glück,
Trauer, Frustration, Selbstvertrauen, Entschlossenheit. Ich habe
sie alle erlebt, und auch andere.
Mein Lehrer fängt immer an, "Was wirst du heute spielen?"
Eine Frage ohne eine Antwort. Was kann man machen, außer
spielen? Ob ich mich vorbereitet habe oder gar nicht, eine Musikstunde
ist immer nervenaufreibend. Ich habe niemals gehört, daß
sich jemand auf ihre Stunde freut. Gewöhnlich sagt man mit
Resignation, "Ich habe heute eine Musikstunde."
Stets läuft das Verfahren im Kreis. Man übt, um sich
auf die Musikstunde vorzubereiten. Dann spielt man für den
Lehrer. Nach der Probe geht man in den Übungszimmern herum.
Und im scheinbar nächsten Augenblick kommt man wieder zu
der Musikstunde an. Plötzlich begegnet man wieder der Frage:
"Was wirst du heute spielen?"
Chiann Tsui
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